Besseres Google Ranking mit mobilen Websites ab April 2015

30. April 2015 by Simon Köhler

Nun ist es offiziell. Google bewertet Websites, die für mobile Geräte optimiert sind, im Ranking höher als normale Websites. Die Folge wird ein besseres Ranking für optimierte Seiten sein, und ein eher schlechteres für Websites, die nur auf Desktop-Computern vollständig betrachtet werden können. Für mich überhaupt keine besondere Neuheit, denn eigenen Statistiken zufolge surfen bereits jetzt im Durchschnitt fast 50% aller Internet-Nutzer mit dem Smartphone oder Tablet. In einigen Branchen sogar schon weit mehr.

Als Webdesigner biete ich meinen Kunden grundsätzlich Responsive Webdesign an, denn eigentlich gibt es kaum einen Grund dafür, eine Website nicht für mobile Endgeräte zu optimieren. Der einzige Grund könnte höchstens ein Kostenfaktor sein. Allerdings hat sich das in der Vergangenheit auch schon oft als Schuss in den Ofen herausgestellt. So haben Kunden versucht, durch den Verzicht auf Responsive Webdesign Kosten zu sparen, am Ende aber mit Verwunderung über schlechte Besucherzugriffe geklagt. Nun, es ist nicht erst seit heute so, dass Benutzer mit dem Handy oder Tablet surfen. Etwa 90% der Benutzer, die auf einem Smartphone eine nicht mobil-optimierte Seite vorfinden, springen sofort wieder ab. Sie haben schlichtweg keine Lust auf zoomen, scrollen und verschieben.

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Vielleicht kennen sie das: Sie sind unterwegs und benötigen schnell mal eine Telefonnummer, z.B. vom Hausarzt. Nun suchen sie über Google oder geben die URL der Website direkt ein. Es öffnet sich eine „normale“ Website, auf der alles so klein ist, dass man erst mal suchen muss um überhaupt die Navigationselemente zu finden. Unter Umständen zoomen und scrollen sie nun ewig hin- und her, bis sie die Nummer gefunden haben. Nun lässt sich diese aber nicht antippen, sondern muss auch noch mühsam kopiert oder abgetippt werden.

All dies hat ein Ende mit guten Responsive Design!

Mittlerweile besteht technisch die Möglichkeit, Telefonnummern direkt klickbar zu machen, die Geo-Location (Standort) eines Benutzers auszulesen, oder Schrift- und Bildgrößen an das jeweilige Display anzupassen. Durch sogenannte Media-Queries lässt sich theoretisch für jedes Display und für jedes Mobilgerät die passende Anzeigevariante festlegen. So kann eine Website auf dem iPhone ganz anders aussehen als auf einem Samsung-Tablet oder dem herkömmlichen Desktop-PC. Oft werden auch Elemente und Inhalte, die mobil gar nicht verfügbar sein sollen, einfach ausgeblendet. Letztendlich geht es auch nicht nur um Google-Richtlinien, sondern um den Komfort der Besucher und der Zielgruppe. Und ob sie’s glauben oder nicht, auch die Zahl der über 60-jährigen die mit Smartphones und Tablets surfen, steigt unaufhaltsam.

Kann man Responsive-Design nachträglich integrieren?

Nun gibt es zahlreiche Websites, die eigentlich gut funktionieren oder super aussehen, aber nicht für die mobile Darstellung optimiert sind. Das Gute an der Sache ist ja, dass man fast jede Website nachträglich „umrüsten“ kann, besonders wenn es sich technisch gesehen um ein bekanntes CMS wie TYPO3 oder WordPress handelt. Die modernen Browser unterstützen mittlerweile fast durchgehend die notwendigen Funktionen um zeitgemäße Responsive-Websites zu erstellen.

Welche Kosten entstehen für die nachträgliche Responsive-Aufrüstung?

Diese Frage wird vielen Website-Betreibern momentan im Kopf herumschwirren, was absolut verständlich ist. Jedoch lässt sie sich leider nicht pauschal beantworten. So hängt es von vielen Faktoren ab, wie schnell oder wie leicht sich eine bestehende Website für die mobile Darstellung anpassen lässt. Die Erfahrung hat aber gezeigt, dass es sich bei sauber programmierten Websites durchaus lohnen kann diese umzubauen. Für mich reicht oft schon ein erster Blick um den Aufwand grob einzuschätzen. Wenn sie also diesbezüglich Fragen haben, können sie sich sehr gern bei mir melden.

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Woran erkenne ich, ob meine Website den neuen Google-Richtlinien entspricht?

Einen ersten kleinen Test können sie machen, indem sie das Browser-Fenster mit der darin geöffneten Website in der Breite verändern. Sollte die Website ein Responsive-Layout haben, so müssten sich alle Inhalte an die entsprechende Breite anpassen. Dies muss nicht unbedingt stufenlos funktionieren, sondern kann auch durch sogenannte „Breakpoints“ für exakte Maße festgelegt sein. Deshalb sollten sie das Fenster einmal so weit nach links verkleinern wie es geht, um den Effekt zu sehen. Wenn sich ihre Website nicht verändert, sondern die Inhalte rechts abgeschnitten werden, haben sie mit großer Wahrscheinlichkeit kein Responsive-Design integriert.

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Eine gute Alternative bietet Google-Webmastertools mit dem neuen Tool „Test auf Optimierung für Mobilgeräte“. Natürlich benötigt man dazu einen Google-Account, sowie eine Anmeldung in Google-Webmastertools. Ist man dort angemeldet, so kann man unter diesem Link seine oder auch andere Websites durch Eingabe der URL testen lassen. Der Test dauert nur wenige Sekunden und dürfte eigentlich für das Google Ranking ausschlaggebend sein.

Fazit

Google hat nun den schon lange vorhersehbaren Schritt getan, und die Aussage offiziell bestätigt, das mobile Websites im Ranking bevorzugt werden. Damit wird sicherlich für ordentlich Wind in der Branche gesorgt, und jeder macht sich Sorgen um seine Position in der Suchmaschine. Doch alles ist gut, es gibt ja Leute wie mich, die Websites responsive machen können. Ich finde es gut und habe seit 2 Jahren keine Website mehr neu erstellt, die nicht optimiert ist.

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