Was ein guter Webdesigner kosten darf, und warum Geiz nicht geil ist

Wir möchten ein wenig durchleuchten, was ein Webdsigner kosten darf. Es lässt sich eigentlich kaum abstreiten, dass in Deutschland weitestgehend die „Geiz ist geil“ Mentalität eingezogen ist. Bei vielen Projekten steht ganz klar der Preis im Vordergrund. Das günstigste Produkt findet meist den größten Absatz, wobei der Faktor Qualität aber auch nicht ganz außer Acht gelassen wird.

Das ein Webdesigner Kosten verursacht, ist klar. Der Deutsche Kunde wünscht am liebsten Top-Qualität zum billigen Preis, wodurch in den meisten Branchen ein ungeheurer Druck auf Produzenten und Dienstleistern lastet. Die Billig-Mentalität ist natürlich auch in der IT-Branche stark vertreten, und sorgt dafür das der ein oder andere Programmierer oder Webdesigner viele Nächte durcharbeitet, um seine Kunden bei Laune zu halten. Die Verhältnisse stimmen nicht unbedingt überein: Auf der einen Seite verschwenden große Konzerne unvorstellbar große Summen als Werbebudget, auf der anderen Seite sparen mittelständische und kleine Unternehmen, wo sie nur können. Ich habe in mittlerweile über 10 Jahren als Webdesigner und Programmierer jegliche Facetten mitbekommen und mich letztendlich dafür entschieden, lieber den kleinen und mittelständischen Unternehmen meine Leistungen anzubieten. Damit bin ich auch sehr zufrieden, und ich denke meine Kunden sind es auch. Auch wenn ich ganz sicher nicht zu den „Pennymärkten“ unter den Webdesignern zähle.

Welcher Stundensatz ist angemessen für einen guten Webdesigner?

Den Beruf „Webdesigner“ gibt es eigentlich nicht wirklich. Vielmehr nannte man das anfangs so, als das Internet noch neu war und Berufe wie etwa der Mediengestalter mit seinen zahlreichen Fachrichtungen, noch erfunden werden mussten. Ich persönlich mag es eigentlich nicht, als Webdesigner bezeichnet zu werden, da man mittlerweile häufig „nur“ das Umsetzen von grafischen Designs in HTML und CSS Code damit meint. Ich kann aber auch programmieren, Konzepte erstellen, SEO- und Onlinemarketing-Kampagnen planen und umsetzen.

Im Prinzip kann sich jeder Webdesigner nennen, ein Gewerbe anmelden und loslegen. Dagegen spricht auch zunächst nichts, denn ich bin der Meinung das letztendlich zählt, wie jemand seine Arbeit macht. Auch wenn ich selbst eine Ausbildung zum Mediengestalter vor der IHK abgeschlossen habe und mich vielfach weitergebildet habe. Am Ende zählen nur die Fähigkeiten und die Professionalität des Dienstleisters.

Und dann gibt es natürlich studierte Grafikdesigner, die als Webdesigner tätig sind. Eine ganz besondere Spezies, wie ich finde. Natürlich haben diese durch ihre besondere Ausbildung oft ein sehr feines Gefühl für Gestaltungskonzepte, Farben oder Formen. Meine Erfahrung hat aber auch gezeigt, dass dies nicht immer notwendig ist, bzw. auch durchaus ohne ein Studium lernbar ist. Viele „Grafikdesigner“ (so darf sich übrigens auch jeder nennen.) beharren zudem sehr auf ihren eigenen Touch, den sie Projekten verleihen möchten. Nicht immer ist das für den Erfolg einer Website von Vorteil, sondern eher für den Designer, der „sein persönliches“ Meisterstück geschaffen hat.

FAZIT: Die beste Qualifikation, ist die bereits geleistete und nachvollziehbare Arbeit, sprich Referenzen. Es zählt nicht unbedingt nur die berufliche Qualifikation die durch offizielle Bescheinigungen ausgewiesen wird. Wie man am besten die „wahre“ Qualifikation eines Webdesigners herausfindet, werde ich in einem weiteren Artikel beleuchten.

Warum Geiz nicht geil ist

Nun sage ich wie es ist: Viele Anfragen die ich erhalte, insbesondere seit dem Erscheinen meines Blogs, enden im Stillschweigen seitens des potenziellen Auftraggebers. Immer dann wenn der Preis zur Sprache kommt. Das ist nun bitte nicht als Jammern zu verstehen. Es ist lediglich eine Feststellung. Schließlich kauft auch nicht jeder Kunde in einem Laden etwas. Für mich also kein wirkliches Problem, sondern ein ganz normales Geschehen im Geschäftsalltag.

Ich stelle aber häufig fest das viele „unerfahrene“ Auftraggeber kein Gefühl dafür haben, welche Arbeit wirklich hinter der Erstellung von Websites steckt. Bei vielen hat sich der Gedanke eingebrannt, dass Webdesigner nur ein bisschen klicken und mit der Maus hin und her fahren. Das sie eine magische Software haben, die alles von selbst erledigt. Und tatsächlich lassen sich einfache Websites auf diese Art und Weise erstellen. Es gibt zahlreiche selbsternannte Webdesigner, die auf diese Art und Weise ihr Geld verdienen. Ehrlich gesagt, dafür würde ich auch keinen Stundensatz von 60,-€ oder mehr hinlegen.

Wer hingegen gute und solide Arbeit vom Fachmann zu schätzen weiß, und einen gewissen professionellen Anspruch an sein Projekt erhebt, der wird auch verstehen das ein erfahrener Spezialist seinen Preis hat. Er wird sich nicht unter seinem Wert verkaufen wollen. Zu erwarten, das andere möglichst günstig arbeiten und gleichzeitig höchste Qualität abliefern, halte ich persönlich für kontraproduktiv. Es ist eher schädlich für die gesamte Branche.

Hast du Ideen zu Webdesigner Kosten?

Wenn du mehr zum Thema „Webdesigner Kosten“ weißt, oder eine Kritik am Artikel hast, her damit! Ich freue mich über jede Form von Kommentar.

Kommentarbereich

Dies ist nur eine Vorschau des Kommentars. Der Kommentar muss zuerst von einem Administrator freigeschaltet werden.
Keine Kommentare gefunden.
Nur registrierte Benutzer können den Kommentarbereich nutzen. Jetzt registrieren mit nur 2-Klicks