Was kostet eine Landing Page?

Was kostet eine Landing Page?

22. Juli 2014 by Simon Köhler

Durch meinen Artikel „Was ist eine Landing Page“, habe ich diesen Blog scheinbar unbewusst selbst zur Landing Page gemacht. Jedenfalls ist er der am meisten durch Suchmaschinen gefundene Artikel und bringt täglich bis zu 100 Besucher oder mehr. Ich erhalte darauf hin zahlreiche Anfragen, was ich nicht unbedingt schlecht finde. Natürlich geht es dabei um die Frage, welche Kosten mit einer Landing Page verbunden sind. Darüber soll nun dieser Artikel ein wenig Aufschluss geben.

Eine pauschale Summe in den Raum zu werfen wäre an dieser Stelle fatal, denn zum einen hat jede Branche und jedes Produkt seine eigene Zielgruppe mit bestimmten Anforderungen, und zum anderen gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, Seiten im Internet zu erstellen. Ich möchte hier zwei mögliche Szenarien aufzeigen, einmal die Variante „Eigenbau“ und die Variante „Professioneller Dienstleister“. Am Ende wird es dann einen ungefähren Preis/Leistungsvergleich geben. Auf die Verbreitung/Vermarktung der fertigen Seite werde ich in diesem Artikel nicht eingehen.

Szenario 1: Eine Landing Page selbst erstellen

Es ist theoretisch möglich, mit sehr wenig Budget eine Landing Page innerhalb weniger Tage oder sogar Stunden ins Netz zu stellen.

Dazu braucht man zunächst eine Domain mit einem kleinen günstigen Webspace, auf dem die Seite bereitgestellt wird. Hier bietet sich zum Beispiel der deutsche Provider All-Inkl.com an, der aktuell sogar die ersten 6 Monate auf jegliche Gebühren verzichtet und erst nach Ablauf der Zeit eine schon fast lächerliche monatliche Gebühr von 4,95 EUR erhebt.

Tipp: Ich nutze die Server von All-Inkl.com schon seit vielen Jahren und kann dieses Unternehmen uneingeschränkt empfehlen.

Im Online-Kundencenter lässt sich die Software „WordPress“ per Knopfdruck installieren. Es muss weder programmiert noch gestaltet werden. Das Ding läuft einfach.

Passend dazu gibt es im Netz zahlreiche WordPress-Themes für Landing Pages. Sollte sich kein passendes kostenloses Theme finden, so lässt ein durchschnittlicher Preis von ca. 50,- EUR für ein Theme von www.themeforest.de oder www.templatemonster.de das Budget sicher nicht gleich aus allen Nähten platzen.

Das Thema Inhalte ist sehr wichtig, denn im Grunde kommt es aus Sicht der Besucher primär darauf an. Wenn man selbst in der Lage ist, werbewirksame Texte zu verfassen und entsprechend hochwertiges Bild- oder Videomaterial zu erstellen, ist das traumhaft. Dann hat man wirklich viel Geld gespart. Schließlich geht es ja darum, den Besucher mit möglichst knackigen und aussagestarken Inhalten zu einer Aktion zu bewegen. Und das geschieht in der Regel in den ersten paar Sekunden.

Besonders wichtig ist der sogenannte „Call to Action“, also die Aufforderung an den Besucher, eine bestimmte Aktion durchzuführen. Das kann ein Eintrag von Daten wie E-Mail Adresse oder Telefonnummer sein, aber auch das Ansehen eines Videos oder das Klicken eines Links auf einen Onlineshop. Für das Eintragen von Personendaten gibt es WordPress-Plugins, die auch das unentbehrliche Douple-Opt-In-Verfahren verwalten können.

Fassen wir kurz zusammen:

  • Webspace 6 Monate kostenlos, danach 4,95 €
  • WordPress kostenlos per Knopfdruck installieren
  • Passendes WordPress-Theme kaufen, ca. 50,- €
  • Inhalte selbst erstellen und einstellen

Für Selbermacher, die HTML-Version mit einigen Vorteilen

Ein weiterer Artikel von mir, passend zum Thema: Landing Page erstellen mit Twitter Bootstrap und Cleverreach

Szenario 2: Dienstleister beauftragen

Jeder professionelle Webentwickler sollte zumindest technisch in der Lage sein, eine individuelle Landing Page zu erstellen. Das Thema Landing Pages ist allerdings ein Fachgebiet für sich, und nicht jeder Webentwickler kennt sich damit aus. Man sollte sich also jemanden suchen, der auch weiß worauf es bei einer Landing Page ankommt. Dabei ist der generelle Aufbau, dass Design und vor allem der Inhalt entscheidend für den Erfolg. Besonders wenn es darum geht, SEO (Optimierung für Suchmaschinen) zu betreiben.

In meinem Artikel „Was ein guter Webdesigner kosten darf…“, gehe ich auf Stundensätze von Webdesignern/Entwicklern ein und ich bin auch der Meinung, dass man als Auftraggeber nicht nur auf den günstigsten Preis schauen sollte. Das tut man schließlich bei gutem Essen, Autos oder Smartphones auch nicht unbedingt.

Nehmen wir also an es findet sich ein Fachmann mit einem Stundensatz von ca. 60,-€ und dieser erstellt eine sehr einfache Landing Page an einem normalen Arbeitstag. Die Page hat eine Startseite, ein Impressum und ein Formular mit Eingabefeldern für Name und E-Mail. Die Daten werden in einer Datenbankgespeichert oder einfach per E-Mail an den Admiministrator gesendet. Natürlich darf ein Douple-Opt-In nicht fehlen, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein. Das wären grob über den Daumen gepeilt 480-600 €. Ich spreche natürlich von Nettopreisen ohne die gesetzliche Mehrwertsteuer. Hierbei darf aber nicht vergessen werden, dass man als Auftraggeber normalerweise in der Pflicht steht, dem Designer sämtliches Material für die Inhalte zu liefern. Im Idealfall kennt sich dieser bestens mit der Materie aus und holt einige konstruktive Tipps aus seiner Trickkiste.

Nun denkt man sich vielleicht: Puhh, 600,-€ ist aber wirklich viel Geld! Das stimmt, es ist natürlich viel Geld. Meine persönliche Erfahrung hat allerdings bestätigt, dass sich diese Kosten bei Produkten oder Dienstleistungen mit entsprechend hoher Nachfrage recht schnell amortisieren. Selbstverständlich auch vorausgesetzt, dass mit einer guten Marketing-Strategie gearbeitet wird.

Fazit

So simpel wie eine Landing Page aufgebaut ist, so komplex ist wiederum die Strategie, die dahinter stecken muss. Für den Besucher sollte alles möglichst einfach und zielführend gehalten werden, während im Hintergrund komplexe Systeme arbeiten. Die Frage, ob man sich nun selbst mit damit beschäftigt, oder einen Profi beauftragt, sollte jeder für sich selbst beantworten. Ich bin jedoch davon überzeugt, dass die meisten Geschäftsleute ohne Erfahrungen im Online-Marketing, Design- oder Programmierkenntnisse lieber einen Profi beauftragen sollten und sich um ihre Geschäfte kümmern, die sie beherrschen. Diese Vorgehensweise ist bei Weitem effektiver als sich um alles selbst zu kümmern. Auch ich lasse mein Auto in einer Fachwerkstatt reparieren.

  7 Kommentare   Kommentar schreiben
  • […] mit einer facebook-Werbeanzeige möglich und hat den entscheidenden Vorteil, dass man keine eigene Landing Page mehr benötigt um die Daten der Besucher zu erfassen. Alles läuft komplett über facebook und das […]

  • Jan vor 2 Jahren  

    Ich bin der Meinung, dass 600 Euro für eine Landing-Page sehr günstig ist. Hier bei geht es nicht um eine Webseite sondern um ein Marketing-Instrument par Excellance. Wer auf Marketing verzichtet um Geld zu sparen, kann auch seine Uhr entsorgen um Zeit zu sparen. Beides ist Blödsinn!

    • Simon Köhler vor 2 Jahren  

      Das sehe ich genau so. In letzter Zeit werden auch diverse Features gefragt, weshalb der Preis bei mir meist um die 800-1000 liegt. Kommt halt genau drauf an was gewünscht ist, oder erreicht werden soll.

  • Sascha Thattil vor 11 Monaten  

    Sehr interessanter und spannender Beitrag.

    Der WordPress Ansatz der hier beschrieben wird ist sicherlich interessant. Auch solche Themes wie ThriveThemes können dabei helfen.

    Baukästen wie Wishpond oder Unbounce sind eine andere einfache Alternative.

    Die meisten werden jedoch gut beraten sein, einen Webentwickler zu beauftragen, der diese Aufgaben übernehmen kann. Da man ja auch einiges an Wissen zu dem Themen Gestaltung, Conversion Optimierung, undsoweiter mitbringen sollte.

    Mit den geannten Preisen lassen sich jedoch nur einfache Projekte stemmen.

    Es kann auch sinnvoll sein, alle Elemente zu prüfen, von der Website oder den Google AdWords Kampagnen und diese dann mit der Landinpage abzustimmen.

    Auch ein fortlaufender A/B Test kann eine sehr gute Idee sein und zu einem starken Umsatzanstieg führen, beziehungsweise mehr Anfragen (z.B.ausgefüllte Kontaktformular) bedeuten.

    Hier auch ein paar mehr Informationen wie komplexere Projekte aussehen können: http://www.yuhiro.de/was-kostet-die-erstellung-einer-landingpage/

    Als Spezialist wie Sie Herr Köhler kann man sicherlich auch mit mittelgrossen Unternehmen zusammenarbeiten, welche dann eine Art monatliche Retainer zahlen, für die fortlaufenden A/B Tests zum Beispiel. Das lohnt sich für Unternehmen, da es gleich mal mehrer Zehntausend oder in manchen Fällen sogar mehrere Hundert Tausend Euro an Umsatz bedeuten kann.

    Vielen Dank für Ihre sehr offenen und hilfreichen Informationen.

    Viele Grüsse
    Sascha Thattil

  • Sascha vor 8 Monaten  

    Bis 600 Euro gilt aber nur, wenn ich als Kunde mir über meine Verkaufstexte, wie Headline, Bulletpoints etc im Klaren bin, oder? Wenn ich da auch noch Hilfe benötige, wird es doch bestimmt teurer?

    Ich bin auch der Meinung, dass man hier nicht am falschen Ende sparen sollte.

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